TikTok-Anzeigen-Traffic: Warum Sie gefälschte Klicks sehen & was zu tun ist
Das Problem
Wenn Sie jemals eine TikTok-Kampagne geschaltet haben und Tausende von Klicks bemerkt haben, aber fast keine Konversionen, sind Sie nicht allein.
Werbetreibende aus allen Branchen berichten vom gleichen Muster: Klickzahlen, die auf dem Papier großartig aussehen, aber zu wenig oder gar keiner echten Aktivität führen.
Die Klicks kommen von mobilen Geräten, zeigen gültige User-Agents und IPs und erscheinen völlig normal. Doch die Engagement-Daten erzählen eine andere Geschichte.
Dies ist ein klassischer Fall von ungültigem Traffic (IVT) — Aktivität, die menschlich aussieht, aber nicht wirklich interessiert ist, oder manchmal überhaupt nicht menschlich ist.
Warum es passiert
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Mobiler Traffic verschleiert Automatisierung.
TikTok-Anzeigen werden fast ausschließlich auf Mobilgeräten ausgespielt. Automatisierte Klicks können sich nahtlos in legitimen Phone-Traffic einfügen. - 2
Partner-Netzwerke verwischen die Qualität.
Anzeigen werden möglicherweise nicht nur auf TikTok geschaltet, sondern auch in Partner-Apps (z. B. Pangle). Diese Netzwerke variieren stark in der Traffic-Qualität. - 3
Traffic-basierte Optimierung.
Kampagnen, die auf „Traffic" optimiert sind, konzentrieren sich rein auf Klickvolumen. Die günstigsten Klicks stammen oft von Quellen, die am wenigsten wahrscheinlich konvertieren. - 4
Klickfarm-Anreize.
Niedriglohn-Klickfarmen oder geskriptete Bots können echte Geräte nachahmen und echt aussehende Sitzungen generieren, die die Analyse täuschen.
Warum dies schwer zu erkennen ist
Selbst fortgeschrittene Tracking-Tools — einschließlich Linkly — können gefälschte Klicks nicht zuverlässig von echten unterscheiden, wenn sie von echten mobilen Geräten stammen.
Traditionelle Filter (IP-Bereiche, User Agents, Proxys) helfen nicht, weil dieser Traffic echte Netzwerke und Geräte verwendet.
Aus der Perspektive des Browsers sieht jede Anfrage gültig aus.
Das macht dies zu einem Problem auf Plattformebene — nicht zu etwas, das ein Link-Kürzungs- oder Analyse-Dienst isoliert beheben kann.
Was Werbetreibende tun können
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Ändern Sie Ihr Kampagnenziel.
Wechseln Sie von „Traffic" zu „Konversionen" oder „Website-Ereignisse". Der Anzeigenalgorithmus optimiert dann für Post-Click-Ergebnisse, nicht für reines Volumen. - 2
Beschränken Sie Platzierungen.
Deaktivieren Sie „Pangle" und andere Partner-Apps, wo möglich. Behalten Sie Anzeigen nur im Haupt-Feed von TikTok. - 3
Überwachen Sie Konversionen, nicht Klicks.
Hohe CTR bedeutet nichts, wenn Engagement und Umsatz nicht folgen. Konzentrieren Sie sich auf On-Site-Verhalten wie Verweildauer, Scroll-Tiefe und Käufe. - 4
Vergleichen Sie über Kanäle hinweg.
Wenn TikTok 10× mehr Klicks als Meta oder Google liefert, aber keine Konversionen, sehen Sie ein Qualitätsproblem — keinen Performance-Vorteil. - 5
Melden Sie Anomalien an TikTok.
TikTok hat einen „Invalid Traffic"-Überprüfungsprozess. Das Einreichen von Daten über größere Diskrepanzen kann interne Audits auslösen.
Die Realität
Im Moment kann niemand ungültigen Traffic auf mobilen Werbenetzwerken vollständig verhindern. Der Betrug entsteht upstream — bevor Ihre Analyse- oder Weiterleitungs-Tools ihn überhaupt sehen.
Was Sie tun können, ist transparent zu bleiben: ehrlich messen, plattformübergreifende Leistung vergleichen und Kampagnen vermeiden, die rein auf Volumen optimiert sind.
Linkly hilft, das Muster sichtbar zu machen - scharfe Klick-Spitzen, fehlende Konversionen, kurze Verweildauern — aber es ist ein Transparenz-Tool, kein Filter.
Bis Werbenetzwerke ihre Erkennungsmodelle verschärfen, sind Bewusstsein und Datendisziplin die besten Verteidigungsmittel.